Features

Samstag 09:04 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Immer im Verborgenen Als Analphabet in einer Welt der Schriftkultur Von Maren-Kea Freese und Marianne Wendt Regie: die Autorinnen Produktion: NDR/rbb 2010

Samstag 09:05 Uhr MDR KULTUR

Immer im Verborgenen - Als Analphabet in der Welt der

Schriften Von Marianne Wendt und Maren-Kea Freese Sie prägen sich im Supermarkt genau ein, wo welches Produkt steht, sie kennen den Fahrplan des öffentlichen Nahverkehrs auswendig, sie bestellen im Restaurant dasselbe wie ihr Gegenüber. Manchmal gipsen sie sich sogar die rechte Hand ein, obwohl sie gar keine Verletzung haben. Und all das tun sie, damit niemand ihre Schwachstelle entdeckt: Sie können weder lesen noch schreiben. Analphabetismus ist in Deutschland weit verbreitet. Es sind keineswegs nur Menschen mit Migrationshintergrund betroffen - im Gegenteil. Zwei Drittel der circa 9,5 Millionen Analphabeten hierzulande sind Deutsche. Das Feature wurde mit dem Otto Brenner Recherchepreis 2009 ausgezeichnet. Realisation: Gabriela Hermer; Marianne Wendt; Maren-Kea Freese Produktion: RBB/NDR 2010 (29 Min.)

Samstag 12:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Sterben lernen Wie man lebt, so geht man Von Angelika Brauer Wir alle müssen eines Tages sterben. Der Tod an sich bleibt rätselhaft. Aber für uns ist er das Schicksal, dem wir uns fügen müssen und wir sehen den Tod als Macht, der das Leben überschattet und Demut erzwingt. Dabei ließe er sich leicht ins Leben integrieren. Wie können wir uns zu unserem Ende verhalten, um nicht selbst entfremdet zu sterben? Wenn das Leben der Weg ist zu unserem Ende, dann geht es um eine "Sterbehilfe", die sich nicht erst in der letzten Phase, sondern tagtäglich bewährt. Es geht darum im Bewusstsein der eigenen Endlichkeit gelingend zu leben. Und genau so individuell zu sterben, wie man gelebt hat. Die Autorin hat u.a. mit dem Regisseur Hans Neuenfels, dem Palliativmediziner Gian Domenico Borasio und dem Sterbehelfer Uwe-Christian Arnold gesprochen. Aufnahme des WDR 2015 Wiederholung: So 15.04 Uhr

Samstag 13:05 Uhr Bayern 2

radioFeature

Der Hype um Ayahuasca Von Lorenz Rollhäuser DLF/NDR 2019 Wiederholung am Sonntag, 21.05 Uhr Ayahuasca ist ein psychedelisch wirkender Pflanzensud aus dem Amazonas-Tiefland. Seine zeremonielle Einnahme ist bei Hipstern wie Managern aus dem Silicon Valley zunehmend beliebt und verspricht auch bei der Behandlung von Depressionen und Sucht gute Erfolge. Mit Zentren und Retreats wird Ayahuasca zunehmend international verfügbar. Der Autor macht sich auf die Reise. Findet er eine neokoloniale Aneignung vor? Einen Egotrip gestresster Großstädter? Oder doch: einen Gegenentwurf zum Materialismus des Westens - eine spirituelle Erfahrung?

Samstag 14:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Nikolai Medtner: Der letzte russische Romantiker Ein Porträt von Julia Smilga Wiederholung vom Freitag, 19.05 Uhr "Ich wurde mit einer Jahrhundertverspätung geboren, was ich daraus schließe, dass mich keine Umstände dazu bringen können, mit den gegenwärtigen Strömungen der Musik zu schwimmen." Das schrieb Nikolai Medtner über seinen Kompositionsstil. Geboren 1880 in Moskau, wuchs der Sohn eines deutschen Fabrikanten im Wohlstand auf, studierte am Moskauer Konservatorium und bildete mit Sergej Rachmaninow und Alexander Skrjabin ein Dreigestirn russischer Komponisten in Moskau. Die Ideen der Avantgarde seiner Zeit lehnte er vehement ab, stellte sich bewusst in eine Traditionslinie mit den Klassikern und Romantikern deutscher Prägung. Trotz des Konservatismus sind seine Kompositionen, größtenteils Klavierwerke, voller kühner Experimente. Allerdings war Medtners Oeuvre lange Zeit in Vergessenheit geraten, sowohl in Russland als auch in Europa. Ein Grund dafür ist sicher seine Emigration 1920 aus seiner mittlerweile kommunistisch regierten Heimat. In Stalins Russland war Nikolai Medtner als Verräter verpönt, seine Werke wurden nicht aufgeführt. Doch auch im Westen erlangte Medtner nie den großen Ruhm. Weshalb unterstützte Sergej Rachmaninow ihn heimlich sein Leben lang, welche Rolle spielte in seiner Karriere ein indischer Maharadscha und warum war Nikolai Medtner die Rückkehr nach Russland trotz mehrmaliger Versuche nie erlaubt? Julia Smilga ist in Russland und Deutschland auf die Suche nach Antworten gegangen.

Samstag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Feature: Die Americana-Krähe - Auf der Suche nach Tom Waits

Er ist Amerikas Sperrmüllmusiker: Tom Waits. Seine Stimme, seine Songs verkörpern den Aussenseiter schlechthin: kaputt und melancholisch, gescheitert und liebestrunken, lustvoll keuchend, whiskeyselig grummelnd - auf der Bühne wie auf der Leinwand. Heute gilt Waits als etablierter Unangepasster, experimentierfreudiger Eigenbrötler, schillernd, abgedreht. Am 7. Dezember 2019 ist der legendäre Songwriter 70. geworden. Die Radio-Dokumentation von Jochen Marmit folgt den wichtigsten Stationen in Tom Waits" künstlerischem Schaffen quer durch die USA - über L.A. und New York nach Nordkalifornien, wo der dreifache Familienvater mit seiner Frau und Muse Kathleen Brennan lebt und arbeitet.

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Die Kunst, sich zum Affen zu machen Besuch in einem Labor für Klang und Philosophie in Lahore Von Julia Tieke Regie: die Autorin Mit: Inka Löwendorf, Joachim Bliese, Eva Weißenborn, Imogen Kogge, Gerd Wameling, Andreas Tobias, Sascha Werginz und Julia Tieke Ton: Jean Szymczak Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017 Länge: 54"30 Hat der Mensch die Fähigkeit zur Veränderung?Ist eine andere Gesellschaft möglich? "Am scheußlichsten aller Orte" - so Raza Kazim über Pakistan - gründete er, einst teuerster Rechtsanwalt des Landes, das Sanjan Nagar Institute, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen. "Hier bin ich ein freier Mensch", sagt Raza Kazim, der 1947 zur Staatsgründung Pakistans aus Indien nach Lahore auswanderte und der teuerste Rechtsanwalt im Land wurde. Heute ist Kazim 87 und blickt auf bewegte Jahre als Aktivist, Querdenker, Zankapfel, Kettenraucher und Philanthrop zurück. Hat der Mensch die Fähigkeit zur Veränderung? Ist eine andere Gesellschaft möglich? "Am scheußlichsten aller Orte" - so Kazim über Pakistan - gründete er das ,Sanjan Nagar Institute", um diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Julia Tieke, geboren 1974, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim. Autorin, Regisseurin und Projektleiterin der Wurfsendung von Deutschlandfunk Kultur. Weitere Stücke:"Syria FM" (Deutschlandradio Kultur 2015), "Die Ohrfeige" (WDR 2016), "Abu Jürgen" (SWR 2016), "Nukleare Narrative" (Deutschlandradio Kultur 2018), "Eine Frage der Stimmung" (Deutschlandfunk Kultur 2019). Die Kunst, sich zum Affen zu machen

Freitag Sonntag