Features im Radio

Features

Dienstag 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Epikur und Epidemie

Philosophische Handreichungen für eine kranke Welt (2). Gestaltung: Günter Kaindlstofer Kleines Virus, große Folgen: Der Corona-Erreger hält die Welt in Atem. Millionen Menschen sind in den letzten Monaten gestorben, Krankenhäuser arbeiten an den Grenzen ihrer Belastbarkeit, beschwerliche Lockdowns und massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens zerren an den Nerven. Hat uns die Philosophie - vielleicht sogar die Philosophie der Antike - in dieser Zeit etwas zu sagen? Sie hat. Epikur von Samos zum Beispiel, 341 v. Chr. geboren, hat eine originelle und wohlausgewogene Philosophie des guten Lebens formuliert. Von einer Pandemie, wie wir sie zur Zeit durchleben, hätte sich der hellenistische Denker ganz sicher nicht verunsichern lassen. Oberstes Ziel der Lebensführung war es in Epikurs Sicht der Dinge, einen ausgeglichenen Gemütszustand zu erreichen, einen Zustand, den er - wie viele andere Philosophen im antiken Griechenland - "Eudaimonie" nannte. Zentrales Element eines gelungenen Lebens ist es Epikurs Lehren zufolge, sich von äußeren Umständen so unabhängig zu machen wie möglich. Es komme auf die innere Einstellung an, postulierte der Philosoph, darauf, Herr über die eigenen Begierden und Emotionen zu sein - denen man in Maßen aber nachgeben müsse und dürfe. Wer im Einklang mit seinen Bedürfnissen lebe und sich von äußeren Umständen weitgehend unabhängig gemacht habe, könne einen Zustand des inneren Friedens erreichen, einen Zustand der "Ataraxie", mögen draußen in der Welt auch unerfreuliche Zustände herrschen - zum Beispiel eine Pandemie. Obwohl von Theologen und christlichen Philosophen jahrhundertlang verfemt, haben die Lehren Epikurs und seiner Schüler bis heute eine nicht zu unterschätzende Wirkung entfaltet. Die Liste der bekannten Epikureer der letzten zweitausend Jahre reicht von den römischen Dichtern Lukrez und Horaz über Michel de Montaigne und die führende Köpfe der französischen Aufklärung bis hin zu Erich Fromm und zum Pariser Philosophen Michel Onfray, der zu den prominentesten Epikureern der Gegenwart gehört. Die Corona-Pandemie mag menschliche Tragödien und einiges an Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Sie kann aber auch Anlass sein, sich wieder einmal mit den entscheidenden Fragen des Menschseins auseinanderzusetzen. Was ist es, das im Leben wirklich zählt? Was macht ein geglücktes Leben aus? Und wie lässt sich ein Zustand des inneren Friedens, der "Ataraxie", erreichen? Die epikureische Philosophie bietet interessante Antworten darauf.

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Doris Dörrie "Die Welt einatmen" Zwischen Buddhismus und Kamikaze Die Symbolwelt der japanischen Kirschblüte Das Kalenderblatt 20.04.1974 Erster Stadionflitzer rennt nackt aufs Spielfeld Von Prisca Straub Doris Dörrie - "Die Welt einatmen" Autorin: Silke Wolfrum / Regie: Eva Demmelhuber Schon in ihrer Kindheit in Hannover entstand Doris Dörries Liebe zum Erzählen und zum Reisen. Beides gehört bei ihr eng zusammen, denn aus der Beobachtung der Umgebung schöpft sie ihre zahlreichen Romane, Geschichten, Kolumnen und Drehbücher. Je fremder die Umgebung, desto besser. Bekannt wurde "Deutschlands erfolgreichste Regisseurin", wie der Spiegel 1986 titelte, durch die Dreiecks-Komödie "Männer". Doch die Komödie blieb nicht ihr einziges Genre, zumal eines ihrer gern bearbeiteten Themen der Tod und die Vergänglichkeit des Lebens ist. Begeistert aufgenommen wurde auch ihr Film "Kirschblüten - Hanami" mit Elmar Wepper in der Hauptrolle des verwitweten Ehemanns, der in Japan die Träume seiner verstorbenen Frau nachlebt. Japan ist Dörries zweite Heimat geworden, viele ihrer Filme spielen dort. Immer wieder suchen ihre Figuren das Glück, mühen sich ab, scheitern und finden dann in der Feier des Augenblicks vielleicht so etwas wie Frieden. Doris Dörrie selbst versucht schreibend das Leben zu genießen und ein Stück weit festzuhalten - eine Überlebensstrategie, die sie in ihrem Buch "Leben, schreiben, atmen" allen empfiehlt. Zwischen Buddhismus und Kamikaze - die Symbolwelt der japanischen Kirschblüte Autorin: Isabella Arcucci / Regie: Christiane Klenz Sie gehört zum Japan-Klischee wie der Samurai oder die Geisha: "Sakura no hana" - die Kirschblüte! Jedes Jahr im Frühjahr gehen Bilder durch die Weltpresse, auf denen Massen von Japanern zu sehen sind, die unter duftigen Kirschbäumen den Frühling begrüßen. Doch die Kirschblüte ist in Japan mehr als ein Picknick-Anlass oder ein kitschiges Dekor auf Hello-Kitty-Accessoires. Seit 1.000 Jahren steht sie auch in Verbindung zum Buddhismus, als das Symbol der Vergänglichkeit alles Irdischen. Denn sobald die Kirsche ihre vollste und schönste Blüte erreicht hat, beginnt sie auch schon, diese Blüten zu verlieren. Während früher weise Mönche und verträumte Hofdamen die Kirschblüte in melancholischen Versen priesen, besingen heutige Popsongs die Sakura no hana als Symbol für die erste Liebe oder die erwachenden Zukunftsträume moderner Teenager. Für die jungen Kamikaze-Piloten jedoch, bedeutete die Kirschblüte das Ende all ihrer Hoffnungen. Die japanische Regierung wollte Nippons Söhne in der Blüte ihrer Jugend fallen sehen "wie Kirschblüten" und schickte sie in mit Kirschblüten bemalten Flugzeugen und mit Kirschblüten bekränzt auf ihre letzte Reise in den Tod ... Erstsendung: BR 2013 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Susanne Poelchau

Dienstag 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

E wie Erbse, F wie Fenchel, G wie Gerste, H wie Hanf (2), Gestaltung: Ilse Huber, Renate Pliem, Kim Shirin Cupal *F wie Fenchel* Fenchel ist ein "Allrounder": Er findet als Gemüsepflanze, als Gewürz sowie als Heilmittel Verwendung. So gibt es auch verschiedene Varietäten dieser Pflanze, die zur Familie der Doldenblütler gehört: Der Wilde Fenchel ist eine aromatisch duftende, bis zu zwei Meter hohe Staude mit kleinen gelben Blüten. Die Blätter und Früchte des Gewürzfenchels haben einen starken, charakteristischen Geschmack und werden zum Würzen von Speisen und als Tee verwendet. Und dann gibt es noch den Knollen- oder Gemüsefenchel, der die typische weiße Knolle ausbildet, die - botanisch gesehen - eine Zwiebel ist. Foeniculum vulgaris stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Das aromatische Kraut war schon in der Antike beliebt und breitete sich schnell bis in den Vorderen Orient und nach Europa aus. Heute wird Fenchel vor allem im Südosteuropäischen Raum, in den nördlichen Mittelmeerländern und in Indien angebaut. Die Knolle ist sehr gesund, sie enthält zahlreiche Vitamine, Folsäure und Beta-Carotin. Der Vitamin-C-Gehalt ist außerordentlich hoch, auch Eisen, Mineralstoffe, Kalium, Kalzium, Magnesium und Mangan sind enthalten. Die Früchte des Gewürzfenchels, die umgangssprachlich als "Fenchelsamen" bezeichnet werden, helfen bei Verdauungsbeschwerden. In der Kultur bevorzugt der Fenchel sonnige Standorte mit tiefgründigen, nährstoffreichen, gut belüfteten und durchlässigen Böden. Als Produkte des Mittelmeerraums verleihen die Fenchelsamen - neben Anis, Süßholz und Kräutern - dem französischen Nationallikör Pastis den charakteristischen Geschmack. Gestaltung: Renate Pliem

Dienstag 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Orange Power/Gino Pertot, The Moreaus, Rainhard Fendrich, Sigrid Horn (2). Gestaltung: Walter Gröbchen, Stefan Trischler, Stefan Niederwieser *The Moreaus* Mit einem Album und einer Handvoll Singles haben "The Moreaus" kein umfangreiches Werk hinterlassen, ihr Einfluss geht aber viel weiter: Nicht nur, dass die Wiener Band als erste in Österreich die US-amerikanische HipHop-Musik eigenständig interpretierten, und es dank ihrer englischsprachigen Texte sogar in die BBC-Sendung des großen John Peel geschafft haben. Es ist auch keine Übertreibung, die anfangs "Dr. Moreau"s Creatures" genannte Gruppe als Keimzelle des "Wiener Sound" der 1990er Jahre zu sehen. Ihre Mitglieder Peter Kruder, Rodney Hunter, Sugar B und DJ DSL haben in den folgenden Jahren alle auf ihre Weise dazu beigetragen, einen großteils instrumentalen HipHop-Sound mit starker Dub-Schlagseite zum international gefeierten Phänomen zu machen. Als "Moreaus" haben sie sich mit anarchischem Geist erstmals musikalischen Arbeitsweisen wie dem Sampling angenähert und lokalen Ruhm geschnuppert.

Dienstag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Dienstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Margarethe Stonborough-Wittgenstein Mit Geld und Moral Gustav Klimt Der Kuss des Jugendstils Das Kalenderblatt 20.04.1974 Erster Stadionflitzer rennt nackt aufs Spielfeld Von Prisca Straub Margarethe Stonborough-Wittgenstein - mit Geld und Moral Autorin: Julie Metzdorf / Regie: Irene Schuck Anfang des 20. Jahrhunderts war sie eine der reichsten Frauen Wiens und sie wusste ihren Reichtum sinnvoll zu nutzen: Margaret Stonborough-Wittgenstein, Schwester und wichtige Vertraute des Philosophen Ludwig Wittgenstein, kam 1882 in Wien zur Welt. Sie war äußerst intelligent und durchsetzungsstark. Dass ihr die restriktiven bürgerlichen Zwänge ihrer Zeit kaum Möglichkeiten boten, ihre Fähigkeiten zu entfalten, nahm sie nicht hin. Obwohl sie nie eine öffentliche Schule besucht hatte, studierte sie später Mathematik und Physik. Als Bauherrin und Sammlerin ist ihre Rolle für die österreichische Kunst- und Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum zu überschätzen. Daneben setzte sie sich zeitlebens für Bedürftige ein: Soldaten und Kinder, Künstler und Literaten, ja ganze Institutionen wurden durch private Spenden der Familie Wittgenstein am Leben erhalten. Margaret Stonborough-Wittgenstein war mehr als eine kluge "Schwester von". Sie war eine eigenständige Frau, eine Strippenzieherin ohne Amt, der es immer wieder gelang, sich über die Familie hinaus sinnvoll zu betätigen. Gustav Klimt - der Kuss des Jugendstils Autorin: Katalin Fischer / Regie: Martin Trauner Mit sechsundzwanzig ist er schon ein Star. Und malt am liebsten Frauen - schöne, verführerische, unschuldige, nackte und verdeckte, aber immer erotisch strahlende Frauen. Auf seinen Bildern umgibt er sie mit Gold und Ornamenten, die sich wie florale Naturmotive und japanische Farbholzschnitte ausnehmen. Und alle reißen sich um ihn! Seine Bilder kosten soviel, wie eine halbe Villa, und Klimt läßt sich oft ein ganzes Jahr Zeit damit. Mit Malerkollegen begründet er die Wiener Secession, bemalt das Kunsthistorische Museum und das Burgtheater in Wien, der Kaiser ehrt ihn dafür persönlich mit einer Medaille. Sein Ruhm wächst auch im Ausland, im Paris erhält er den Grand Prix der Weltausstellung. Und er löst Skandale aus - ob wegen der zahlreichen Geliebten, die sich oft nackt in seinem Atelier tummeln, oder der allzu kritischen Bilder, mit denen er die ehrwürdigen Wände der Universität "verunstalten" will. Gustav Klimt, der widersprüchlichste, animalischste, seltsamste, auf jeden Fall aber größte Maler des Wiener Jugendstils. Erstsendung: BR 2018 Moderation: Christian Schuler Redaktion: Andrea Bräu

Dienstag 16:05 Uhr Ö1

Tonspuren

"Das Patriarchat ist wie Schwerkraft" - Die feministische Autorin Gertraud Klemm. Feature von Claudia Gschweitl "Es gibt mehr Literaturpreisträger, die Peter heißen, als Frauen", meint Gertraud Klemm. In ihrem aktuellen Roman rechnet sie mit der Literaturbranche ab und zeigt, wie es um die gleichberechtigte Wahrnehmung von Frauen tatsächlich steht. "Hippocampus" ist der Titel des Buchs, ein feministischer Roadtrip, in dem sie ihre Protagonistin auf einen Rachefeldzug gegen Bigotterie und Sexismus schickt: Sie verkleidet Heldenstatuen, demontiert Bildstöcke und stört Preisverleihungen. Als Vorrecherche führte Gertraud Klemm viele Gespräche mit Frauen der 68er-Generation und war beeindruckt von deren Kampfgeist. Heute seien Frauen leider ein beachtlicher Teil des Problems, meint sie. Vor allem dann, wenn sie an den entscheidenden Machthebeln sitzen und ihren tapferen Ahninnen den Mut, sich mit dem Patriarchat anzulegen, schuldig bleiben. Gertraud Klemm studierte Biologie und arbeitete als Trinkwasserkontrolleurin für die Stadt Wien, bis sie ihren Beamtenjob gegen die Schriftstellerei eintauschte. Seitdem hat sie fünf Romane herausgebracht und arbeitet nebenbei als Schreibpädagogin. Ihr Roman "Aberland" war für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015 nominiert und gewann den Publikumspreis beim Bachmannwettbewerb. 2020 wurde Gertraud Klemm mit dem "Outstanding Artist Award für Literatur" ausgezeichnet.

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Die Mauerspringer Einmal Westberlin und zurück Von Dieter Wulf Regie: Anna Panknin Produktion: Deutschlandfunk 2021 Sturmo und Mücke, 17 und 18, wohnen im Potsdamer Grenzgebiet. Eines Nachts im April 1971 springen sie unentdeckt über die Mauer. Es ist eine spontane Aktion. Mithilfe einer Teppichstange schaffen es die beiden unentdeckt in den Westen. Die Jungs stromern durch Westberlin, aber einen Plan haben sie nicht. Und so entschließen sie sich am nächsten Abend, an gleicher Stelle wieder zurückzuklettern, zurück in die DDR. Und wieder werden sie nicht entdeckt - vorerst. Dann hört die Stasi die Gerüchte von diesem unglaublichen Jugendstreich. Doch weil der Onkel von einem der Jungs im Politbüro sitzt, darf niemand etwas erfahren. Der nächtliche Ausflug nach Westberlin wird zum Staatsgeheimnis. Die Mauerspringer

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Die entkoppelte Börse Aktien um jeden Preis Von Beate Krol Trotz Pandemie befinden sich die Aktienkurse im Höhenflug. Doch die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft sind noch längst nicht abzusehen. Wie lange hält die Euphorie vor dem Absturz? Was ist bloß los an der Börse? Die Wirtschaft ächzt unter Corona, doch die Aktienkurse eilen nach einem kurzen Einbruch im März 2020 von einem Rekord zum nächsten. Selbst Unternehmen, um die es schlecht steht, werden hoch gehandelt. Und auch bei vielen Technologiekonzernen haben der reale Wert und der Börsenwert nichts mehr miteinander zu tun. Dazu mischen Privatanleger kräftig mit, die sich in Internetforen organisieren: Junge Aktionäre versuchen, einen Computerspiele-Händler zu retten, der den Anschluss verpasst hat. Hobby-Spekulanten treiben den Silberkurs künstlich in die Höhe. Ist das alles der schiere Wahnsinn? Ein Spiel mit virtuellen Milliarden? Und was bedeutet es, wenn sich die Börse von der Realwirtschaft abkoppelt?

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Deutsche Reinheit, deutscher Durst Ein Bierblues-Feature Von Peter Schanz NDR/DKultur/BR 2016 Das Bayerische Reinheitsgebot, Urmutter aller lebensmittelrechtlichen Verordnungen, ist über 500 Jahre alt. Es ist an der Zeit, den ehernen Hopfen Malz-Fundamentalismus näher zu betrachten und dieses scheinbar heilige Gebot zu hinterfragen: was kommt rein ins Bier, und wer braut reiner? Verhindern deutsche Sauberkeitsapologeten eine kreative Weiterentwicklung der Braukünste? Auf einer Reise von Flensburg über Berlin zur Münchner "Wies`n", werden alte und neue Sudstätten heimgesucht, Brauer und Trinker zu Wort gebeten - in Bierkellern, Volksfesten und bei den jungen Handwerkern der Craft-Beer-Szene. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Karl Foerster - Gärtner, Staudenzüchter, Literat Von Angelika Mieth Regie: Fritz Ernst Fechner Mit: Werner Dissel, Ezhard Haußmann, Walter Wickenhauser und Gisela Morgen Schnitt: Katrin Hofmann Ton: Helga Schlundt Produktion: Rundfunk der DDR 1986 / MDR 2020 Länge: 53"53 Karl Foerster starb vor über 50 Jahren. Doch in Zeiten des Klimawandels erscheinen seine Bücher heute aktueller denn je. Karl Foerster bevorzugte die leisen Töne und war zeitlebens ein Mensch, der Aufsehen vermied und lieber durch seine Arbeit, sein Wesen, seine Entscheidungen wirken wollte. Seine Freunde nannten ihn den "Seelenarzt von Potsdam" oder den "Pflanzenzauberer". Gartenfreunde verdanken dem "Staudenförster" viele Züchtungen, zum Beispiel bei Phlox und Rittersporn. Doch Karl Foerster war auch Philosoph. Sätze, wie "Die Blume erweist sich als größerer Pionier eines neuen Verhältnisses zwischen Welt und Seele als wir ahnen.", basieren auf jahrelangen Forschungen und Überlegungen. In dokumentarischen O-Tönen aus dem Jahr 1986 erinnern sich Freunde und vor allem seine Frau Eva an einen bewundernswerten Visionär. Angelika Mieth, emeritierte Professorin für Praktische Dramaturgie an der Hochschule für Film- und Fernsehen "Konrad Wolf" in Babelsberg. Studium der Theaterwissenschaft und Philosophie, Gastprofessorin an der Medienhochschule in Köln. Mitglied des Rundfunkrat des ORB (1991-2003), Programmbeirat von ARTE (2000-2004), Mitglied des Hörfunkrats des Deutschlandradios (2006-2010) für das Land Brandenburg). Karl Foerster - Gärtner, Staudenzüchter, Literat

Dienstag 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Epikur und Epidemie. Philosophische Handreichungen für eine kranke Welt (2). Gestaltung: Günter Kaindlstofer Das ABC der Speisepflanzen. E wie Erbse, F wie Fenchel, G wie Gerste, H wie Hanf (2). Gestaltung: Ilse Huber, Renate Pliem, Kim Shirin Cupal Lexikon der österreichischen Popmusik. Orange Power/Gino Pertot, The Moreaus, Rainhard Fendrich, Sigrid Horn (2). Gestaltung: Walter Gröbchen, Stefan Trischler, Stefan Niederwieser

Montag Mittwoch