Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Nachrichten

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Gaukler und Fantast". Christian Rathner, Filmexperte und Filmemacher, macht sich Gedanken zu Federico Fellini, anlässlich dessen 100. Geburtstags. - Gestaltung: Alexandra Mantler Federico Fellini schuf als einer der größten Regisseure der internationalen Filmgeschichte ein unverwechselbares Gesamtwerk. Der am 20. Jänner 1920 in Rimini geborene Regisseur ist gar namengebend für eine Bildsprache, die man eben nur als "fellinesk" bezeichnen kann: groteske Gestalten in zirkusartigen Umwelten, voluminöse Frauen, Traumwelten und skurrile Bilder und Situationen. Fellini begann als Karikaturist, er war Gagschreiber, Begleiter eines Wanderzirkus, Darsteller, Regieassistent und Drehbuchautor, bevor er sich schließlich selbst als Regisseur einen Namen machte mit Filmen wie "La strada", "Die Nächte der Cabiria" oder "Amarcord". Christian Rathner, Filmexperte und Filmemacher macht sich "Gedanken für den Tag" zu Federico Fellini und seiner einprägsamen Bildsprache.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Colin Mason. Musik, die zweifelsohne manch Strahlendes enthält. Ein kleines Rätsel, dessen Lösung - vielleicht - erst im Laufe der Sendung klar wird. beziehungsweise preisgegeben wird. Man hüte sich aber auch vor falschen Fährten; und vor Elementen, die solche zu sein nur scheinen!

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Wildbiologe Walter Arnold über Strategien der Wildtiere, den Winter zu überleben. Teil 2: Eingebaute Wärmetauscher. Gestaltung: Maria Harmer "Gämsen, Steinböcke oder Rothirsche schrauben ihre Stoffwechselaktivität im Winter um die Hälfte herunter", erklärt Walter Arnold, Leiter des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Denn die strengen Winter sind für die Tiere auf Grund der niedrigen Temperaturen und des geringen Nahrungsangebotes eine Herausforderung. Eine Herausforderung, an die sie sich im Lauf der Evolution aber gut angepasst haben: Vor Beginn des Winters wird ordentlich gefuttert, werden Fettreserven angelegt. Mit dieser gespeicherten Energie muss sorgfältig umgegangen werden, und dafür haben die Tiere ausgeklügelte Methoden entwickelt. "Die Tiere überleben den Winter nur, weil sie ihre Stoffwechselaktivität vor allem durch das Absenken der Körpertemperatur dramatisch reduzieren", sagt Arnold. Mit miniaturisierten Messgeräten untersuchten er und sein Team die Körperfunktionen von Murmeltieren sowie von Tieren, die keinen Winterschlaf halten, wie Rothirschen, Steinböcken oder Gämsen. Er erzählt von eingebauten Wärmetauschern im Blutkreislauf und bei der Atmung, einem System, das Menschen sich in modernen Heizungstechniken zunutze machen. Und er konnte nachweisen, dass Wildtiere viel weniger Nahrung zu sich nehmen und ihre Mägen dadurch schrumpfen, was den Energieaufwand zusätzlich reduziert. Spannend ist auch, dass Wildtiere vor dem Winter gezielt jene Nahrung zu sich nehmen, die ihnen konkret hilft, die Körpertemperatur auf einem Niveau zu belassen, das die Funktion insbesondere des Herzmuskels ermöglicht. "Es sind beeindruckende Anpassungsstrategien", sagt der Wildbiologe Walter Arnold. Er beschreibt ein "Leben auf Sparflamme". Und er warnt vor Störungen durch den Menschen, da jeder zusätzliche Energieaufwand das Leben des Wildtieres gefährden, im schlimmsten Fall sogar frühzeitig beenden kann.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Der demokratische Rechtsstaat

Mehrheit und Minderheiten (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek "Österreich ist eine demokratische Republik. Die Macht geht vom Volke aus". Lautet Artikel 1 des Österreichischen Bundesverfassungsgesetzes. Die Verfassungsgesetze sollen garantieren, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, "ihre Meinung in gegenseitigem Respekt zu äußern und ihre Anliegen zu vertreten", so zu lesen auf der Homepage des Österreichischen Parlaments. Vertreten werden Bürgerinnen und Bürger durch politische Parteien, die entsprechend der gewählten Stimmenstärke im Parlament Gesetze aushandeln und beschließen. Können sich nun parlamentarische Mehrheiten über die Minderheiten hinweg setzten? Parlamentarische Kontrollmechanismen und die Gewaltentrennung sollen das verhindern. Mehrheiten können zwar den Ton angeben, müssen aber konsensuale Lösungen mit den anderen Parteien suchen. Dass Minderheitenrechte gewahrt werden, dafür sorgen die Gesetze. Diese Prozesse verlaufen nicht linear und sind komplex. Das zeigt sich am Beispiel des Frauenwahlrechtes. Vor 100 Jahren verfassungsmäßig verankert, ist die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau heute erst teilweise vollzogen. Noch immer verdienen Frauen durchschnittlich 20% weniger als Männer. Und während Frauen im Bildungssektor und im Sozialen politisch gut verankert sind, ist der Frauenanteil in den Vorständen großer Unternehmen marginal. Im BVG ist auch der Minderheitenschutz klar verankert. Menschen mit Behinderungen müssen die gleichen Chancen erhalten, wie die Mehrheit der Bevölkerung. Wird dieser Rechtsanspruch auch in die Praxis überführt? Und was ist mit der direkten Demokratie? Ist die Abstimmung zu Sachfragen die "Hohe Schule" demokratischer Praxis? Untersuchungen zeigen, dass Lobbyismus und mediale Kampagnen Meinungen schnell manipulieren können. Wer über viel Geld verfügt, kann so die eigenen Interessen durchsetzen. Nicht zuletzt werden demokratische Gesellschaften auch durch die Digitalisierung gefordert. Das Internet als politische Plattform wird nicht nur von Parteien genutzt. Extremistische Gruppierungen radikalisieren und vernetzen sich in der digitalen Welt. Ihr aggressives Auftreten täuscht darüber hinweg, dass es sich um Splittergruppen handelt. Und solange demokratische Gesellschaften nicht regulierend eingreifen, werden diese zu Stimmungsmachern und dominieren den Diskurs.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

A wie Apfel, B wie Bohnen, C wie Chili, D wie Dinkel (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Sabrina Adlbrecht, Ilse Huber *B wie Bohnen* Obwohl sie oft in Dosen abgefüllt sind und wenig attraktiv in den unteren Regalen der Supermärkte stehen, treten sie hier und da auch in ihrer ganzen Pracht in Erscheinung: die makellosen Weißen Bohnen, die gescheckten Wachtelbohnen und die etwas größeren schwarz gefleckten Käferbohnen. Lange Zeit waren Bohnen als "Arme Leute Essen" diskreditiert, heute finden sie wieder Eingang in Suppen, Eintopf und Salaten. Nicht zuletzt hat die vegane Ernährung zur Aufwertung dieser Speisepflanze beigetragen. Das ist ihrem hohen Eiweißgehalt und ihrer großen Menge Ballaststoffe geschuldet. Bohnen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt, deren Heimat Zentralamerika ist. Erst im 16. Jahrhundert fanden sie den Weg nach Europa. Die Pflanze wächst ohne große Ansprüche, ja sie verhilft dem Boden sogar zu mehr Fruchtbarkeit. Ihre Knöllchenbakterien binden den Luftstickstoff und leiten ihn zu den Wurzeln der Nutzpflanzen. Das hilft auch in Mittelamerika der sogenannten MILPA- Kultur. Das ist eine Stockwerks-Anbaumethode, bei der sich die Bohnen auf dem Mais ranken und der Kürbis vor Bodenerosion schützt. Diese Art der Landwirtschaft nutzen überwiegend die indigenen Mayavölker Mexikos, Guatemalas, Honduras' und El Salvadors. Gestaltung: Ilse Huber

09.45 Uhr
Radiokolleg - Töne aus der Vergangenheit

Forscher rekonstruieren Instrumente, Melodien und Klangräume (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Wer saß vor zehntausenden Jahren in der Geißenklösterle Höhle und spielte Flöte? Diese Frage können Archäologen - noch - nicht beantworten. Doch wer immer damals in den Höhlen des Schwäbischen Alb lebte, machte Musik. Archäologen fanden eine 43.000 Jahre alte Flöte aus Mammutelfenbein. Ein mindestens ebenso spektakulärer Fund aus derselben Region ist "nur" 35.000 Jahre alt: Die Flöte aus dem Knochen eines Gänsegeiers ist 22 Zentimeter lang, hat fünf Luftlöcher und statt eines Mundstückes eine V-förmige Einkerbung. Doch wie klangen die Töne und Melodien, die Menschen damals spielten? Das wird sich wohl nie rekonstruieren lassen. Denn dazu braucht es zumindest Ansätze einer Notation sowie Überlegungen zu Musiktheorie. Diese finden sich erst in der griechischen Antike. Gedanken zu etwa Harmonielehre sind von den griechischen Philosophen Platon und Aristoteles überliefert. Eines der ältesten erhaltenen Musikstücke ist ein rund 2000 Jahre altes Lied. Der Text und die dazugehörigen Noten sind in einem Grabstein eingemeißelt. Solche Fragmente sowie der Nachbau von antiken Instrumenten wie dem Aulos, einer Flöte mit zwei Zylindern, inspirierten Forscher, alte griechische Musik zu rekonstruieren und aufzuführen. Die Analyse von Tempeln legt den Schluss nahe, dass Menschen schon sehr früh die akustischen Eigenschafte von Räumen berücksichtigten bzw. diese zu nutzen wussten. Die Gänge und Schächte in der 3000 Jahre alten peruanischen Tempelanlage von Chavín de Huántar haben eine überraschene akustische Eigenschaft: Sie leiten die Frequenzen von Muschelhörnern hinaus auf den Zeremonienplatz. In Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yukatán reflektiert die Pyramide von Kukulkan ein Echo, das dem Ruf eines, von den Maya verehrten Vogels verblüffend ähnlich klingt. In französischen und US-amerikanischen Höhlen des Südwestens klingt das Echo in jenen Räumen am lautesten nach, wo man die meisten Malereien gefunden hat. Forscher stellen zunehmend die Frage: Stecken hinter all dem Zufälle oder Methode? Denn so viel weiß man: Beim Bau früher christlicher Kirchen wurden akustische Prinzipien mitberücksichtigt.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Robert Fontane. Jesus und Jago in Personalunion - Erinnerungen an den Bariton Siegmund Nimsgern. Ausschnitte aus Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Gioacchino Rossini, Giuseppe Verdi, Richard Wagner u.a. Als der Dirigent Helmuth Rilling im Jahr 1978 zum ersten Mal Bachs "Matthäus-Passion" für die Schallplatte aufnahm, hat er dabei die Partie des Jesus Christus einem Sänger anvertraut, den man damals schon gerne als "bad guy" der Opernbühne bezeichnete. Dass der im Saarland geborene Siegmund Nimsgern als Interpret von Messen, Kantaten und Oratorien ebenso überzeugen konnte wie auf der Opernbühne, wo er oft Schurken und Getriebene dargestellt hat, lag in der nahezu wissenschaftlichen Akribie, mit der er sich den entsprechenden Gesangstexten angenähert hat. Als wortdeutlicher Gestalter von großer Ausdruckskraft machte er selbst weniger sympathische Rollen wie Pizarro in "Fidelio", Telramund in "Lohengrin" oder Alberich im "Ring des Nibelungen" zu regelrechten Ereignissen. Dirigenten wie Herbert von Karajan oder Sir Georg Solti griffen in Aufführungen und Musikaufnahmen daher immer wieder auf seine Darstellungskunst zurück. Am 14. Jänner begeht Siegmund Nimsgern seinen 80. Geburtstag.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Als der Kaiser ein Gott war". Von Julie Otsuka (Ausschnitt). Aus dem Amerikanischen von Irma Wehrli. Es liest Chris Pichler. Gestaltung: Gudrun Hamböck. Frühling 1942 in Berkeley, Kalifornien. Wie Zehntausende Amerikaner mit japanischen Wurzeln erhalten auch eine Mutter und ihre zwei Kinder, ein zehnjähriges Mädchen und ein siebenjähriger Bub, einen Evakuierungsbefehl, müssen alles zurücklassen und werden in ein Internierungslager in der Wüste von Utah deportiert. Der Vater wurde schon davor verhaftet und schickt aus einem Lager in New Mexico Briefe mit geschwärzten Zeilen. Das Leben der drei in ihrer Baracke am Rande des großen Salzsees ist entbehrungsreich und eintönig, während die Mutter erste Anzeichen von Verlorenheit zeigt und die Tochter von ihren Streifzügen in der provisorischen Nachbarschaft verstörende Geschichten mitbringt, erinnert sich der Sohn an die Verhaftung des Vaters und fantasiert sich und ihn zum Helden. Der preisgekrönte und in elf Sprachen übersetzte Debütroman der 1962 in Palo Alto (Kalifornien) geborenen Autorin Julie Otsuka, die für ihren zweiten Roman "Wovon wir träumten" mit dem PEN/Faulkner Award ausgezeichnet wurde.

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Hans Georg Nicklaus. Kammermusik eines Opernkomponisten: Drei Streichquartette von Gaetano Donizetti in einer neuen Aufnahme des Pleyel Quartetts Köln. Das Pleyel Quartett Köln hat sich auf das wenig bekannte oder gar vergessene Streichquartettrepertoire der Klassik und Romantik spezialisiert. Viele - teilweise ausgezeichnete - CDs hat das Quartett aus Köln mit historischen Instrumenten in den vergangenen Jahren herausgebracht mit Streichquartetten, die nicht zum üblichen Repertoire gehören, etwa von Hiller, Klughardt oder Gyrowetz. Ihr jüngstes Werk stellt allerdings keinen unbekannten Komponisten vor, wohl aber wiederum fast vergessene Werke. Wir kennen ihn als Schöpfer von Lucia die Lammermoor oder Anna Bolena, er ist einer der Komponisten des Belcanto: 71 Opern komponierte Gaetano Donizetti zwischen 1816 und 1843. Rechnerisch bedeutet das zwei bis drei Opern pro Jahr, die Donizetti für Neapel, Mailand oder Paris schuf. Der lange Zeit in Neapel lebende Donizetti, der hier auch zeitweise das Konservatorium leitete, komponierte aber während seiner Studienzeit in Bergamo etliche Klavierwerke und vor allem Streichquartette: Als 24-jähriger hatte er bereits 16 Streichquartette vollendet, später kamen noch zwei dazu. Wie klingen diese Streichquartette eines Vielschreibers, der wenig später zu einem der Opernkomponisten Italiens avancierte? Donizetti kannte die Streichquartette der Wiener Klassik gut, aber seine Quartette klingen anders als die klassischen Vorbilder: dramatisch, theatralisch, lyrisch, mit oftmals dominierendem Belcanto der ersten Violine.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Philipp Scheucher, Klavier. Franz Liszt: Mazeppa, Nr. 4 aus "Études d'exécution transcendente" * György Ligeti: Der Zauberlehrling, Nr. 10 aus "Études pour piano" * Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate A-Dur KV 331 * Zerline Erfurt: Sonata quasi una fantasia op. 15 * Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung (aufgenommen am 13. September 2019 in der Mehrzweckhalle in Mortantsch). Präsentation: Franz Josef Kerstinger

15.30 Uhr
Moment

Wie viel Schlaf braucht der Mensch? Über ein Bedürfnis in der Defensive "Ich brauche nur vier Stunden Schlaf", hört man Prominente oft sagen. Nicht selten sind es Politiker, Journalisten, häufig Männer. In der Gastronomiebranche bringen Menschen tatsächlich oft nicht viel mehr zustande - ein Grund, warum viele ihren Beruf als Koch oder Kellnerin aufgeben. Obwohl "die wache Gesellschaft" oder "Schaflosigkeit" immer wieder von Medien thematisiert werden, ist das persönliche Schlafbedürfnis merkwürdig tabu. Langschläfer gelten schnell als "wenig leistungsbereit". Nach der Sendung fragen wir auch Sie, unter der Telefonnummer 0800/22 69 79: Ist man schwach, wenn man acht oder neun Stunden Schlaf braucht? Muss Schlafen verteidigt werden? Wie schaffen Sie es: Arbeit, Freizeit, Familie, alle möglichen Verpflichtungen und einen guten Schlaf unter den Hut zu bringen? Gestaltung: Andrea Hauer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Zwei Trompeterinnen erzählen von ihrem Hobby Ihr Ton ist laut und durchdringend, sie ist aus goldenem Blech gemacht und als Musiker braucht man viel Luft um einen schönen Klang zu erzeugen: die Trompete. Theresa und Katherina aus Oberösterreich lernen dieses Instrument. Sie erzählen dem Radiohund über die Trompete, was ihnen daran gefällt und dass ihnen, in ihrer Anfangszeit, beim Üben manchmal schwindlig geworden ist. Katherina: "In meiner Klasse spiele nur ich Trompete. Es ist einfach kein typisches Mädcheninstrument. Aber das ist mir egal, mir gefällt es einfach sehr gut." Theresa: "In meiner Klasse gibt es noch ein Mädchen, das Flügelhorn spielt, das ist ähnlich. Und ich finde es cool, dass wir beide ein bisschen herausstechen - auch bei der Musikkapelle, bei der wir spielen. Wir sind da einzigartig."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Von der Haltbarkeit des Satzes - Das Schreiben des Tomas Espedal. Feature von Ulrike Janssen (Produktion WDR 2019) Es sind immer dieselben Themen, um die Tomas Espedals Schreiben kreist: Liebe, Tod, Verlassensein, Gehen, Wohnen, Arbeiten, Sich-Erinnern, das Weiterleben der Ahnen in einem selbst. Aber die Schreibweisen sind immer wieder neu. Der 1961 in Bergen geborene Sohn einer Handwerksfamilie schreibt Prosa, aber er schreibt sie wie ein Lyriker. Seine Bücher sind Romane, aber sie tragen Bezeichnungen von Genres wie "Brief" oder "Tagebuch". Mit seiner Arbeit versucht Tomas Espedal, der Gattung des Romans neue Wege zu bereiten: "Manchmal stelle ich mir die Haltbarkeit eines Satzes genauso vor wie die Haltbarkeit eines Schuhs, die Haltbarkeit einer Metallplatte, die Haltbarkeit eines Glases ..." - Die Hauptfigur seiner Romane heiße zwar "Ich", aber man dürfe sie nicht mit ihm, Tomas Espedal selbst, verwechseln. Vielmehr erweitert das Ausschöpfen der Sprachmöglichkeiten diese Figur, führt zu einer Art innerer Mehrstimmigkeit. Ulrike Janssen hat den Schriftsteller in seinem Heimatort Bergen besucht, der Stadt, mit der auch sein Schreiben eng verbunden ist. Und sie hat mit Hinrich Schmidt-Henkel gesprochen, der fast alle Bücher Tomas Espedals ins Deutsche übersetzt hat.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Stille Walzer, laute Polkas und eine Uhr ohne Zeiger. Die steirische Gruppe Aniada A Noar 38 Jahre sind keine Kurzstrecke. Da braucht es langen Atem, gesunde Muskeln und feste Knochen: gute Kondition halt. Es braucht weiters sowohl Realitäts-Sinn als auch Realitäts-Ferne - denn einerseits muss Geld verdient werden, andererseits mit Musik ... Eine gewisse Narrenhaftigkeit ist empfehlenswert - echte Narren sind oft mehr am wahren Leben dran als G'scheite. Aniada a Noar wissen das alles und musizieren daher seit 1982 frohen Mutes und kompromisslos: Ihres ist die pure, lebendige Tradition, der Jodler, der Tanz, aber auch der Song. Sage und schreibe 21 LPs und CDs haben sie gemacht - bis 2013 im Quartett, seither im Trio. Die Palette reicht dabei von im Wirtshaus aufgenommener Tanzmusik bis zu fein abgestimmten Studioproduktionen. Gäste ihrer Programme waren Angelo Branduardi und Josef Hader, Gerhard Polt und Wilfried, sowie Kolleg/innen von Ungarn bis Schweden. Sie spielen elegante Walzer und raue Polkas, dass niemand still sitzen kann; sie singen feinfühlige Lieder mit eigenen Texten, dass alle die Ohren aufsperren. Knapp vor einer Reihe von Konzerten sei sie also gefeiert, die steirische Pioniertruppe der neuen Volksmusik, die weder neu noch alt ist, sondern zeitlos, wie ein Stück von ihnen: "Uhr ohne Zaga".

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Wie Ideen aus dem Judentum die Welt veränderten. Mit Wolfgang Sotill, Theologe und Autor. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Viele Ideen aus dem Judentum haben Eingang in andere Religionen und Weltanschauungen gefunden. Dazu gehört beispielsweise das Verbot von Menschenopfern, wie es erstmals in der Opfergeschichte Abrahams um 1800 vor Christus vorkommt. Griechen, Römer, die alten Perser und die Babylonier opferten Neugeborene ihren Göttern. Das Judentum war das einzige Volk der Antike, das solche Praktiken verbot. Dem liegt die Anschauung zugrunde, dass alles Leben von Gott stammt und somit heilig ist. Kaiser Konstantin übernahm 318 das Tötungsverbot, was ihm viel Empörung eintrug. Ebenso machte es der Prophet Mohammed. Weltweite Relevanz sollte auch das Prinzip der Individualität bekommen, das sich zuerst bei Paulus findet und das "Freie und Sklaven" vor Gott gleichstellt. Auch das Prinzip der Eigenverantwortung der Menschen stammt aus dem jüdischen Glauben, erste Quellen stammen aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Im babylonischen Exil versammelte der Prophet Ezechiel die Menschen zum Priesterlosen Gebetsgottesdienst, in dem nun jeder einzelne Gläubige selbst für seine Beziehung zu Gott verantwortlich war. Diese Idee der Eigenverantwortung kann wiederum als Grundlage für die spätere Abschaffung der Sklaverei und auch der Leibeigenschaft betrachtet werden.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Lokalaugenschein an der Mündung des "Ol' Man River": Gestaltung: Ilse Huber Ob in New Orleans, an der Mündung im Golf von Mexiko oder im US-Bundesstaat Louisiana - der nach dem Missouri River zweitlängste Fluss der Vereinigten Staaten muss viel ertragen - und mit ihm vor allem jene Menschen, die an den Ufern des Mississippi leben. Sie atmen giftige Luft und leben mit verschmutztem Grundwasser; schuld sind die Erdöl- und die chemische Industrie.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Wie viele Medikamente braucht Österreich? Von Daphne Hruby "Nicht lieferbar" - hieß es Mitte November 2019 in Österreich. Mehr als 200 Medikamente und medizinische Produkte waren ausverkauft, darunter Arzneimittel gegen Kopfweh, Bluthochdruck oder Depressionen, Antibiotika und Impfstoffe. Meist tun es dann kann auch Ersatzpräparate mit demselben Wirkstoff, in manchen Fällen ist das aber als heikel und führt zu Komplikationen. Der Rechnungshof sprach kürzlich von "möglicher Patientengefährdung wegen Engpässen bei Medikamenten". Pharmaindustrie, Großhandel und Apotheken schieben sich gegenseitig den Schwarzen Peter zu. Auch in Deutschland und der Schweiz wird vor nie dagewesenen Lieferschwierigkeiten gewarnt. Gleichzeitig wurde aus Angst vor einer Vogelgrippe-Pandemie das Präparat "Tamiflu" tonnenweise eingekauft. Der Massenausbruch kam bekanntlich nicht, seit dreizehn Jahren wird das Mittel nun an einem geheimen Ort gebunkert. - Wie funktioniert die Logistik hinter der Medikamentenversorgung? Welche Konsequenzen haben Engpässe und Großeinkäufe?

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Lahti Symphony Orchestra, Dirigent: Dima Slobodeniouk; Nelson Freire, Klavier. Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73 * Kalevi Aho: Symphonie Nr. 17, "Sinfonisia freskoja" (aufgenommen am 4. April 2019 im Sibeliustalo in Lahti). Präsentation: Peter Kislinger

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Der demokratische Rechtsstaat. Mehrheit und Minderheiten (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das ABC der Speisepflanzen. A wie Apfel, B wie Bohnen, C wie Chili, D wie Dinkel (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Sabrina Adlbrecht, Ilse Huber Töne aus der Vergangenheit. Forscher rekonstruieren Instrumente, Melodien und Klangräume (2). Gestaltung: Madeleine Amberger

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Neues von der jungen Generation. Uraufführungen mit dem Ensemble szene instrumental Seit mehr als zwanzig Jahren widmet sich das vom Klarinettisten, Dirigenten und Komponisten Wolfgang Hattinger gegründete Ensemble szene instrumental der Interpretation Neuer Musik und das in den unterschiedlichsten Präsentationsformen und im Rahmen zum Teil ausgefallener programmatischer Konzepte. Fixer Bestandteil in der interpretatorischen Auseinandersetzung ist die Beschäftigung mit den Stücken der jeweils jungen Generation: Studierende aus den Kompositionsklassen der Grazer Kunstuniversität. In der letzten Ausgabe hat das Ensemble neue Stücke von Joan Gómez Alemany, Shiqui Geng, Sinan Samanli, Dimitrios Katharopoulos und Xu Weiwei. Aufgenommen am 21. Mai 2019 in der Aula der Kunstuniversität Graz. Gestaltung: Franz Josef Kerstinger

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten