Spezialtipp

Samstag, 17:05 Uhr SWR2

SWR2 Zeitgenossen

Klaus Mertes

Klaus Mertes, Jesuit und Aufklärer, im Gespräch mit Jörg Vins. Klaus Mertes

Tagestipp

Heute, 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Ursendung Die Toten haben zu tun Hörspiel von Mudar Alhaggi und Wael Kadour Aus dem Arabischen von Larissa Bender Regie und Funkeinrichtung: Erik Altorfer Musik: Martin Schütz Mit Rami Khalaf, Yvon Jansen, Sebastian Rudolph Dramaturgie: Sabine Küchler Produktion: Dlf 2019 "Border Woods" Neue Klänge aus Norwegen zu Texten von Lars Gustafsson Von Karl Lippegaus Der 33-jährige Taha kommt als Flüchtling nach Deutschland. Er hat Familie und Freunde in Syrien zurückgelassen, quält sich mit Schuldgefühlen und Depressionen. Scheinbar mühelos gestaltet sich sein Anfang in der neuen Umgebung. Denn er trifft auf Mira, die ihm ein Zimmer anbietet und ihn großzügig unterstützt. Sie lernt mit ihm Deutsch, begleitet ihn ins Jobcenter, hilft bei bürokratischen Problemen. Allmählich aber erkennt Taha die große Hilfsbedürftigkeit, die sich hinter Miras Hilfsbereitschaft verbirgt. Wie kompliziert auch Miras Lebensumstände sind, wie sehr sie beide ums Überleben ringen ... Das Originalhörspiel der beiden syrischen Dramatiker Mudar Alhaggi und Wael Kadour geht auf eine wahre Begebenheit zurück. In einer kunstvoll komponierten Szenenfolge, die subtil die Perspektiven wechselt, fragen sie auch nach dem Trauma der Schuld, die ein Überlebender den Toten gegenüber empfindet. Mudar Alhaggi studierte Theaterwissenschaften in Damaskus. Arbeitet als Autor, Regisseur und Dramaturg. Seine letzten Arbeiten sind die Theaterstücke ,Your Love is Fire" (Ruhrfestspiele und Theater Krefeld Mönchengladbach), ,Days in the Sun" und ,Reine Formsache" im Theater an der Ruhr und das Hörspiel ,Barsach" für Deutschlandradio Kultur. Mudar Alhaggi lebt in Berlin. Wael Kadour studierte Theaterwissenschaften in Damaskus. Arbeitet als Autor, Regisseur und Dramaturg. Seine letzten Arbeiten sind die Theaterstücke ,The Small Rooms" (Ammann, Beirut und Kairo), ,The Confession" (Beirut) und ,Chroniques d"une ville qu"on croit connaître" (Mulhouse und Weimar) und die Hörspielserie ,We Are All Refugees" für Souriali Radio Station in Amman. Wael Kadour lebt in Paris. Die Toten haben zu tun ?????? ???????

Konzerttipp

Heute, 22:00 Uhr Bremen Zwei

Sounds in concert: Bill Jones

Konzertmitschnitt vom 8.11.2019 aus dem Kito, Bremen Ein Comeback nach 15 Jahren: Die Welt des Folk ist da duldsamer als das hysterische Popgeschäft. So wird das neue Album von Bill Jones in Großbritannien bereits vielfach gefeiert. Mit "Wonderful Fairytale" knüpft die englische Sängerin, Pianistin, Songwriterin nahtlos an die berückenden Qualitäten ihrer ersten Werke an. Die Karriere von Belinda Jones, seit ihren frühen Jahren auf der Musikszene Londons Bill gerufen, hatte vor rund zwei Jahrzehnten begonnen. Aufgewachsen war sie in den englischen Midlands. Der klassische Klavierunterricht hielt sie nicht davon ab, für The Cure, Kate Bush, Tori Amos und PJ Harvey zu schwärmen. An der Uni begann sie, sich intensiver mit britischen und europäischen Folk-Traditionen zu beschäftigen. Sie lernte Akkordeon, Keyboards, Flöte und Tin Whistle und wurde Mitglied einer Frauen-Band. Für das erste Bill Jones-Album "Turn Me On", veröffentlicht im Jahr 2000, hatte sie nicht nur traditionelle Folk-Stücke neu arrangiert, sondern auch eine Reihe von Songs geschrieben. Die folgende Produktion "Panchpuran" wurde zum Meisterstück des frühen Karriere-Abschnitts. Ihre warme, glockenklare Stimme führte durch ein fantasievolles Song-Repertoire jenseits gängiger Folk-Klischees. Jones trat auf allen wichtigen Festivals auf und tourte international - selbst in Japan war sie unterwegs. 2003 folgte mit "Two Years Winter" ein weiteres Studioalbum. Und Bill Jones, längst im englischen Nordosten zuhause, wurde zum ersten Mal Mutter. Sie entschied sich für die Familie und für weitere Kinder. "Wonderful Fairytale" beendete den freiwilligen Rückzug aus der Musik-Öffentlichkeit: eine wunderbar atmosphärische Folk-Perle mit eigenen Stücken sowie Bearbeitungen ausgewählter Songs der britischen Folk-Geschichte. Im Dezember 2002 hatte Bill Jones das Publikum beim Bremen Zwei-Konzert im Bremer Sendesaal begeistert. Anfang November 2019 kehrte sie zurück zu einem weiteren exklusiven Konzert, begleitet von Geiger JP Garde.

Hörspieltipp

Heute, 14:00 Uhr Ö1

Ö1 Hörspiel

"Neues Leben im falschen". Von Robert Woelfl. Mit Gerti Drassl, Markus Meyer, Petra Morzé und Peter Knaack. Tongestaltung: Anna Kuncio und Manuel Radinger. Musik: Martin Zrost. Regie: Götz Fritsch (ORF 2015) Das Gedächtnis zu verlieren bedeutet, seine Vergangenheit und damit seine Identität zu verlieren. Das psychologische Konzept der Identität hängt wesentlich damit zusammen, was man erlebt und erfahren hat und womit man sich in der Vergangenheit identifizieren konnte. Kann man sich an nichts mehr in seinem Leben erinnern und beginnt nun gleichsam nochmals bei Null, stellt sich als erstes die Frage: Womit soll man sich eigentlich identifizieren? Mit welchem Lebensentwurf und mit welcher Haltung? Fragen wie diese thematisiert dieses Hörspiel des österreichischen Autors Robert Woelfl. "Die Menschen in diesem Stück träumen davon, ein neues Leben zu beginnen und die Chance zu haben, noch einmal ganz neu starten zu können. Aber sobald sie versuchen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, scheitern sie. Sie scheitern an ihrer eigenen Mutlosigkeit, an ihrer Untreue, an ihrem Zaudern, aber auch daran, dass wichtige Fragen nicht geklärt werden können. Und diese Fragen lauten: Ist Gedächtnisverlust ein Fluch oder ein Segen? Kann man aus Gedächtnisverlust Kapital schlagen? Ist es unmöglich, das Leben zu verändern, außer man wird regelrecht dazu gezwungen? Und warum interessieren sich jetzt alle für das Innere des Anderen statt für dessen Äußeres?" (Robert Woelfl)

Featuretipp

Heute, 18:00 Uhr Bremen Zwei

Feature: Die Americana-Krähe - Auf der Suche nach Tom Waits

Er ist Amerikas Sperrmüllmusiker: Tom Waits. Seine Stimme, seine Songs verkörpern den Aussenseiter schlechthin: kaputt und melancholisch, gescheitert und liebestrunken, lustvoll keuchend, whiskeyselig grummelnd - auf der Bühne wie auf der Leinwand. Heute gilt Waits als etablierter Unangepasster, experimentierfreudiger Eigenbrötler, schillernd, abgedreht. Am 7. Dezember 2019 ist der legendäre Songwriter 70. geworden. Die Radio-Dokumentation von Jochen Marmit folgt den wichtigsten Stationen in Tom Waits" künstlerischem Schaffen quer durch die USA - über L.A. und New York nach Nordkalifornien, wo der dreifache Familienvater mit seiner Frau und Muse Kathleen Brennan lebt und arbeitet.

Podcast

Deutschlandfunk

Nachrichten vom 18.01.2020, 20:00 Uhr

Autor: Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion Sendung: Nachrichten

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SWR 2

Roter Glamour (2/2). Polit-Thriller von Dominique Manotti

Über der Türkei explodiert ein Flugzeug voller Waffen, was allerdings mit dem Wahlkampf in Frankreich zu tun hat. In einem äußerst nüchternen Stil arbeitet Dominique Manotti eine nahe Vergangenheit auf, die geprägt ist von zerstörten Utopien und verlorenen Hoffnungen. | Aus dem Französischen von Andrea Stephani | Mit: Barbara Nüsse, Felix von Manteuffel, Gerd Wameling, Marc Hosemann, Jürgen Uter u. v. a. | Musik: Andreas Bick | Hörspielbearbeitung und Regie: Beatrix Ackers | (Produktion: NDR/SWR 2019)

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